Mein Verständnis von Bekehrung

Für einen Kurs im Studium beschäftigte ich mich vertieft mit dem Thema Bekehrung. Wir haben einen kurzen Vortrag über ein Kapitel aus dem Buch von Adolf Schlatter „Der Dienst des Christen“ gemacht. In diesem Kapitel greift Schlatter das Bekehrungsverständnis der Reformatoren auf und zeigt dabei einige Schwachstellen dieses Verständnisses auf. Die grösste Schwachstelle für Schlatter im Verständnis der Reformatoren ist, dass die Bekehrung für diese ein passiver Akt des Menschen ist (Gott wirkt alles in der Bekehrung, der Mensch hat keine Wahl).

Schlatter formuliert im Buch auch sein eigenes Verständnis der Bekehrung. Er ist sich mit den Reformatoren soweit eigentlich einig, dass der Mensch keinen freien Willen hat und sich nicht aus seinem Willen bekehren kann. Dennoch sieht er in der Bekehrung nicht einfach ein passiver Akt. Schlatter geht davon aus, dass Gott uns den guten Willen zur Bekehrung schenkt. Wenn wir dieses Geschenk annehmen, wird der geschenkt Wille untrennbar zu unserem eigenen Willen. Deshalb ist die Bekehrung auch nicht ein rein passiver Akt unsererseits sondern wir können aktiv das Geschenk annehmen oder ablehnen.

Zum Thema der Bekehrung sind mir folgende Punkte wichtig geworden: [Read more…]